Für uns ist es heute ganz selbstverständlich, uns unsere Lieblingsmusik selbst auszusuchen, herunterzuladen, zusammenzustellen und auf dem MP3-Player oder dem Computer zu speichern und anzuhören. Doch auch schon vor knapp 70 Jahren gab es ein Gerät, mit dem eine solche individuelle Musikauswahl möglich war: Die gute alte Jukebox.
Sie standen meist in Bars oder Cafés, so groß wie ein Tisch oder ein Schrank, waren mit vielen bunten Lichtern und Knöpfen versehen und konnten mit 8 – 120 Schallplatten bestückt werden. Warf man ein Geldstück in die Jukebox ein, konnte man sich einen Titel aussuchen, indem man den zugewiesenen Buchstaben- oder Zahlencode eingab. Damit ähnelten Sie schon unserem heutigen Kiosksystem, nur mit dem Unterschied, dass man genau mit verfolgen konnte, was in der Jukebox passierte. Man sah wie der Wagen mit den Schallplatten durch die Jukebox fuhr bis die gewünschte Platte erreicht war, wie sie auf den Plattenteller gelegt wurde und sich der Arm mit de Nadel auf sie senkte. In einigen Modellen konnte man sogar die vielen kleinen Elektromotoren sehen, die für diese Show sorgten. Dazu leuchteten zahlreiche Lampen und Neonröhren, sodass nicht nur das Ohr, sondern auch das Auge auf seine Kosten kam. Und so landete ziemlich viel Kleingeld im Münzschacht der Jukebox, vor allem, wenn diese mit den neuesten Hits der damaligen Stars bestückt wurde.
In einigen Cafés und Bars kann man auch heute noch so eine Musikanlage bewundern, manche sind sogar noch funktionstüchtig. Doch da heute leider kaum Schallplatten mehr produziert werden, kann man hier höchstens noch die Hits aus den 60ern, 70ern und 80ern hören. Aber für diejenigen, die zu dieser Zeit gerade jung waren, ist das genau das Richtige.
